Amtsblatt 05

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Untersiemau, Schlossteich
Untersiemau, Schlossteich Foto: Heinz Stammberger

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Wuhan ist eine Provinzstadt in Zentralchina mit ca. 11 Mio. Einwohnern (in Worten: Elf Millionen!).
Bis vor einem halben Jahr wusste ich auch nicht, wo Wuhan liegt, doch seit einigen Wochen ist diese Stadt in aller Munde. Das
mittlerweile heftig um sich greifende CORONA-Virus nahm vermutlich dort seinen Anfang und beeinträchtigt seitdem zunehmend auch unser gesellschaftliches Leben. So komme ich in meinen heutigen Grüßen aus dem Rathaus auch nicht ganz an CORONA vorbei, wenngleich ich Ihnen hier keine Verhaltensregeln im täglichen Miteinander geben will und auch nicht geben kann. Jede(r) muss selbst entscheiden, wie er/sie im Kontakt mit Mitmenschen umgehen will. Natürlich sind aufgrund des wahrscheinlich erhöhten Infektionsrisikos momentan gewisse Vorsichts- und Hygienemaßnahmen strenger zu beachten, aber deswegen in Panik zu verfallen ist mit Sicherheit der schlechteste Ratschlag. Vielmehr und mit Sicherheit wirksamer als übertriebene desinfektorische Maßnahmen ist das intensive Händewaschen mit Wasser und Seife.
Mancher bevorzugt derzeit verständlicherweise auch den Körperkontakt bei der Begrüßung zu vermeiden. Dies gilt es in jedem Falle zu respektieren, aber wie signalisiert man dem Gegenüber ein herzliches Willkommen, obwohl den festen Händedruck auszuschlagen? So war ich letzte Woche bei einigen Veranstaltungen auch etwas verunsichert: „Darf ich dem Gast nun die Hand geben oder ist ihm dies gerade unangenehm?" Bei mehreren Gästen bietet sich das altbewährte „auf-den-Tisch-klopfen" an. Bei einer persönlichen Begrüßung könnte man von sich aus oder die Hand des Gegenübers erwidern, indem man einfach die eigene „aufs Herz" legt und damit meint: „Sei mir HERZLICHST gegrüßt (..., aber aufgrund der derzeitigen Lage möchte ich lieber von einem Händedruck Abstand nehmen)".
Vielleicht probieren Sie bei Bedarf diese diskrete, aber ebenso herzliche Geste zur Begrüßung bei einem nächsten Zusammentreffen mit Menschen einmal aus und Sie werden sehen, auch dieser gemilderte Willkommensgruß kann ein freundlichen Lächeln in den Augen des Gegenübers erwirken.
Nächste Gelegenheit hierfür wäre zum Beispiel am kommenden Sonntag beim Besuch ihres jeweiligen Wahllokals. Obwohl die anstehende Kommunalwahl in der Gemeinde Untersiemau nicht ganz so spektakulär verläuft, wie z.B. in der Stadt Coburg (bei 9 Oberbürgermeister-Kandidaten) möchte ich Sie dennoch auffordern, von Ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Wir können froh sein, dass wir in unserem Land überhaupt demokratische Möglichkeiten haben, von der Basis aus politische Entscheidungen mit zu bestimmen und das beginnt mit der Wahl des Gemeinderates der Gemeinde Untersiemau und der Wahl zum Kreistag des Landkreises Coburg.
Ich freue mich, dass sich auf den vier Gemeinderatslisten insgesamt 64 Persönlichkeiten gefunden haben, die bereit sind im Gemeinderat mitzuarbeiten, und ich meine auch, dass sich jede Wählerin und jeder Wähler in diesen vier Listen ausreichend vertreten fühlen dürfte. Sie haben am Sonntag die Möglichkeit insgesamt 16 Stimmen (max. 3 je Kandidat) auf den vier Gemeinderatslisten und insgesamt 60 Stimmen (ebenfalls max. 3 je Kandidat) auf den neun Kreistagslisten zu vergeben.
Kompliziert wird dann allerdings das Auszählen der jeweiligen Stimmzettel. Ich darf mich an dieser Stelle herzlich bei unseren ehrenamtlichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern bedanken, die sich bereit erklärt haben, am kommenden Sonntag die Betreuung der Wahllokale und das aufwendige Auszählen der Wählerstimmen zu übernehmen. Bitte nehmen Sie von Ihrem Wahlrecht auch Gebrauch, denn nur wer zur Wahl geht, wird seine Interessen auch vertreten wissen - Hand aufs Herz!