Baumschule Horstmann/Pflanzenschutz

Ende eines Naturdenkmales

Neue Ruhebank

Ruhebank am Waldesrand
Ruhebank am Waldesrand Eine neue Ruhebank am Rande des Hühnerberges in der Gemarkung Haarth. Foto: Heinz Stammberger

Eine neue Ruhebank wurde im Gemeindebereich Haarth, derGemeinde Untersiemau, aufgestellt. Am Waldesrand des Hühnerberges spendete Horst Herdan eine Sitzbank aus Lärchenholz. Dieser Wanderweg von Haarth zur Alten Schäferei Ahorn wird gerne von Naturliebhaber angenommen. Zur Einweihung waren Bürgermeister Rolf Rosenbauer, Rita Pecht, Horst Herdan und Eberhard Menzner, der eine Spende für den Sportverein entgegennahm erschienen. -----------------------------80 Jahre alte Linden gefällt--------------Birkach am Forst will seine Birken erhalten--------------------

Leserbrief

Unsensibler Umgang mit der Natur
In jedem Frühjahr das Gleiche: Da werden Bäume sinnlos gefällt, Hecken gerodet. Fragt man nach dem Warum, erhält man immer die gleiche fadenscheinige Ausrede, der Baum war krank und eine Gefahr für Spaziergänger und Autofahrer. Wenn das so ist, sollte sich keiner mehr in den Wald wagen, er könnte ja von einem Ast getroffen werden!Am 18. Februar besuchte ich den Fachvortrag über Bienen, eingeladen hatten das „Bienenbündnis" Untersiemau, Referentin war F. Bartsch, Imkerfachberaterin für Oberfranken. Es ging nicht um Spezialwissen für Fachleute, sondern darum wie mit den Bienen, die stark bedroht sind, die gesamte Nahrungskette in Gefahr ist. Da Bienen 90 Prozent der Pflanzen bestäuben, sind sie von größter Bedeutung für die Landwirtschaft, den Obst- und Gartenbau.
In der Diskussion kam auch zur Sprache, wie unsensibel in der Gemeinde Untersiemau mit der Natur umgegangen wird. Die Gemeindearbeiter fällen Bäume (unter anderem die 100-jährige Kiefer) und wie Ortsansässige bestätigten, Bäume, die gesund sind und vor allen Dingen einsam in der Landschaft stehen. Die Hecken werden bis zum Boden zurückgeschnitten, da findet keine Biene Nahrung, kein Vogel kann nisten.
Der Bürgermeister von Untersiemau wäre gut beraten gewesen, den Vortrag zu besuchen. Da hätte er gesehen, wie viele Gedanken sich die Bürger im Umgang mit der Natur machen. Mein Appell: „Herr Bürgermeister, setzen Sie sich mit der Dorfgemeinschaft an den runden Tisch, und viele Probleme werden gelöst."Zu guter Letzt: Eine Baumpatenschaft, wie vom Haarther Bürger Robert Reiter angeregt, wäre zu überlegen. Ich finde diese Idee großartig!
Ingrid Beyer, Coburg

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Kiefer gefällt

Sensibilität angemahnt

In der vergangenen Woche haben Mitarbeiter des Bauhofes der Gemeinde Untersiemau am abzweigenden Flurweg vor der Gemarkungsgrenze Haarth-Hohenstein eine auf dem Grund der Gemeinde stehende Kiefer gefällt . Dieses Vorgehen prangerte Gemeinderätin Andrea Schiele-Eberlein (UWG) vehement an. Bürgermeister Boßecker verwies auf die Notwendigkeit der Fällung, räumte aber ein, dass es da es sich um einen landschaftsprägenden Baum gehandelt habe -,womöglich besser gewesen wäre, das Vorhaben zunächst im Rahmen einer Ortseinsicht des Bau- und Umweltausschusses zu erörtern. Auch in den Reihen des Gemeinderates wurden Stimmen dahingehend laut, künftig mit solchen Maßnahmen etwas sensibler umzugehen.

Quelle:

Neue Presse,26.02.2011

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Hier stand einmal ein schöner Baum

Untersiemau / Haarth
Wieder einmal ist die Gemeinde Untersiemau ihren Ruf auf baumfeindlichste Gemeinde nachgekommen
Nachdem imOrtsteil Stöppach zwei kerngesunde Linden gefällt wurden, Kahlschlag im Friedhof Scherneck und weitere Baumfällungen im Gemeindebereich für Aufregung sorgten, stand nun im Ortsteil Haarth die Fällung eines Naturdenkmales in einer „Nacht und Nebenaktion“ an.
„Hier stand einmal ein schöner Baum. Wer ihn gekannt - fürwahr ein Traum. Gut 100 Jahr' sehr viele Leut", haben sich an ihm erfreut. Jetzt klagt der Baum die Menschheit an, und fragt: Was hab" ich Euch getan?" So lautet die Inschrift der schlichten Gedenktafel. Robert Reiter sagt:„Manchmal ahnt man Böses und kommt dann doch zu spät",. Der Bürger hatte geplant, seiner Frau Anneliese eine Baumpatenschaft für die rund 100 Jahre alte Kiefer zum Geburtstag zu schenken. Und , falls möglich,die Kiefer von der Gemeinde zu kaufen. Denn die urige Kiefer war ihnen in den 45 Jahren, die sie in der Haarth wohnen, ans Herz gewachsen. „Doch mein Beitrag zur Rettung der Natur ist mir missglückt."Am Dienstag letzter Woche ließ die Gemeinde Untersiemau die Kiefer überraschend fällen. Ihre Spitze sei abgebrochen gewesen, meinte Bürgermeister Michael Boßecker (SPD).
„Unverständlich" nennt Reiter diese Begründung und beklagt den Verlust eines „wunderschönen Naturdenkmals". Erst Anfang vergangener Woche spazierte er mit seiner Frau an der Kiefer vorbei und konnte keine Krankheit am Baum feststellen.Auch Werner Zapf ist der Meinung, dass hier „eine über 100 Jahre alte, kerngesunde Kiefer' weichen musste, die „für niemanden eine Gefahr bedeutete". Der Baum sei etwas Besonderes gewesen. In seinen rund 100 Jahren hat nur eine Höhe von acht Metern erreicht.

Robert Reiter: Den Verantwortlichen spricht er das Gespür für die Bedeutung solcher Bäume für den Natur-und Erholungsraum ab: „An solchen Entscheidungen nehmen keine Menschen teil, die einen Baum als Wesen schätzen. Sie sehen Bäume nur unter wirtschaftlichen Aspekten."
Gemeinderat Wilhelm Kirchner (Freie Wähler) mutmaßt, dass die Gemeinde mit einer fadenscheinigen Erklärung nachträglich eine unnötige Fällung der Kiefer rechtfertigen wolle.

Naturdenkmal Haarth

Foto: Heinz Stammberger Foto: Heinz Stammberger Foto: Heinz Stammberger
Foto: Heinz Stammberger - Neben dem Baumstumpf steht noch eine junge Eiche. Das "Naturdenkmal Fichte" hatte in ca 100 Jahren eine Höhe nur 8 Meter erreicht. Sie stand auf einem "Feldweg" zwischen Haarth und Schloß Hohenstein am Wanderweg " Zur alten Schäferei" nach Ahorn. -sta-

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